Kassensturz testet Suizidkapseln – Leider keine Rückmeldungen von Testpersonen

Zürich – Der Verbraucherschutz in der Schweiz geht bekanntlich keine halben Sachen an. Umso spannender wurde die neueste Folge des Kassensturz erwartet, in der ein ungewöhnlicher Test durchgeführt wurde: Die Redaktion testete vier unterschiedliche Suizidkapseln, um ihren Komfort, Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit zu bewerten. Doch ein kleines Problem trat auf – keine der Testpersonen kehrte zurück, um ihre Meinung zu äussern.

„Wir sind von der Testmethode und den Produkten etwas enttäuscht“, erklärte Moderator Ueli Schmitter in gewohnt nüchternem Tonfall. „Normalerweise bekommen wir innerhalb weniger Tage detaillierte Rückmeldungen von unseren Testern – sei es über den Preis, die Handhabung oder den Geschmack eines Produkts. Doch dieses Mal herrscht Schweigen.“

Der Selbstversuch: Ein stiller Erfolg

In der letzten Ausgabe des Kassensturz wurde ein breites Publikum mit der Präsentation von vier verschiedenen Suizidkapseln überrascht, die als „sanfter Ausstieg“ beworben wurden. Das Ziel war es, die besten Kapseln auf dem Markt zu vergleichen, in puncto Design, Bedienungsanleitung und Nachhaltigkeit. Besonders letzteres ist den Schweizer Verbrauchern traditionell wichtig, und ein biologisch abbaubarer Suizid war dementsprechend von hohem Interesse.

„Die Kapseln sahen sehr vielversprechend aus“, sagte der für Produkttests zuständige Experte, der sich selbst in keiner der Kapseln testete – ein Detail, das nun im Nachhinein als cleverer Schachzug interpretiert werden könnte. „Es gibt wirklich keine unangebrachten Ecken oder Kanten, und das Handbuch war in allen vier Fällen fehlerfrei. Leider bleibt unklar, ob die Bedienung so intuitiv war, wie sie behaupteten.“

Fehlende Rückmeldungen: Ein ungelöstes Rätsel

Die Testpersonen – allesamt Freiwillige, die betonten, dass sie keine Pläne für die nächste Woche hätten – wurden jeweils mit einer Kapsel in einen stillen Raum entlassen, um den Selbsttest zu beginnen. Stunden später kehrte keiner von ihnen zurück, um einen der berüchtigten Fragebögen auszufüllen. „Es ist schon bedauerlich“, kommentierte der sichtlich unbeeindruckte Schmitter, „Wir hätten gerne mehr über ihre Eindrücke erfahren – zum Beispiel, wie schnell der Übergang war, oder ob das satinierte Innenfutter angenehm war.“

Nächster Testlauf: Hoffnung auf bessere Resultate

Trotz des augenscheinlichen Misserfolgs gab die Kassensturz-Redaktion nicht auf. „Natürlich werden wir nicht zulassen, dass ein Test ohne brauchbare Ergebnisse endet“, erklärte die Redaktion entschlossen. „Wir erwägen, einen zweiten Durchgang mit neuen Testpersonen zu machen. Vielleicht setzen wir auf digitale Feedback-Formulare, die automatisch gesendet werden, bevor der Benutzer das Bewusstsein verliert.“

Kritiker, die sich über ethische Fragen beschwerten, wurden rasch zum Schweigen gebracht. „Das hier ist die Schweiz“, betonte Schmitter, „und wenn wir etwas testen, dann gründlich. Suizid ist keine Ausnahme.“

Am Ende der Sendung wurden die vier Suizidkapseln – „Exit Deluxe“, „Finale Plus“, „Eternal Sleep Pro“ und „Adieu Light“ – als „weitgehend ungetestet“ eingestuft. Man werde weitere Untersuchungen anstellen, und bis dahin rate man der Bevölkerung, bei weniger endgültigen Entscheidungen zu bleiben, wie der Wahl zwischen Fairtrade-Bananen oder biologisch abbaubaren Zahnbürsten.

Das Publikum war sich am Ende einig: „Es war nicht die informativste Folge, aber immerhin war sie leise.“

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