Basel – Schwitzen für Likes: Einer neuen Studie der Universität Basel zufolge betreten 73% der Gym-Besuchenden überhaupt nur deswegen ein Gym, um danach stolz Bilder und Videos auf Instragram, TikTok und Co. hochzuladen. Trainiert wird dabei eher beiläufig – Hauptsache, die Selfie-Beleuchtung stimmt.
«Die meisten verbringen durchschnittlich 12 Minuten mit Aufwärmen – und rund 45 Minuten damit, den perfekten Winkel für ihr Spiegelbild zu finden», erklärt Studienleiter Dr. Pascal Meier. Besonders beliebt seien Posten, bei denen das Sixpack maximal zur Geltung komme oder das Gewicht am Gerät so hoch aussieht, als würde man einen Kleinwagen stemmen.
Für viele geht es laut Studie nicht primär um Gesundheit oder sportliche Leistung. «Was nützt ein durchtrainierter Körper, wenn ihn niemand liked?», bringt es Fitness-Influencerin SweatyQueenie (174.000 Follower) auf den Punkt.
Trainer im Gym bestätigen den Trend: «Manchmal frage ich mich, ob ich hier ein Trainingszentrum oder ein Filmset leite», so Personal Trainer Kevin B. «Neulich hat sich jemand eine Yogamatte ausgerollt, ein Foto gemacht, und ist dann wieder gegangen.»
Auf Nachfrage, ob denn wenigstens ein kleiner Teil wirklich zum Trainieren komme, antwortet Dr. Meier: «Ja, etwa 7%. Aber die posten es natürlich nicht – wo kämen wir denn da hin?»
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