Zürich – Es sollte der Durchbruch in der veganen Ernährung sein, doch jetzt löst das neue Produkt «RealFakeMeat» unerwarteten Protest aus: Veganer auf der ganzen Welt sind entsetzt, weil die Fleischbällchen aus Pflanzen so täuschend echt nach Rind schmecken, dass sie sich schuldig fühlen.
„Ich dachte, ich beisse in ein Tier!“, schluchzt Julia W. (27), die seit zehn Jahren Veganerin ist und die neuen Bällchen testete. „Der Geschmack war so realistisch, dass ich kurz davor war, mich bei der nächsten Kuh zu entschuldigen.“
Das Dilemma der Authentizität
„Wir wollten den Geschmack von Fleisch so authentisch wie möglich nachbilden“, erklärt der Hersteller von RealFakeMeat stolz. Doch genau das wird ihm nun zum Verhängnis. In sozialen Medien trendet bereits der Hashtag #TooRealToBeTrue, begleitet von panischen Berichten über Veganer, die sich nach dem Essen freiwillig beim Tierschutz melden. Konsumenten haben eine klare Meinung: „Warum musste es so echt sein? Konnte es nicht einfach nach trockenem Kichererbsenstaub schmecken, wie alles andere?“
„Es ist ein psychologisches Trauma“, erklärt eine Ernährungsexpertin. „Viele Veganer haben Jahre damit verbracht, Tiere zu meiden. Jetzt fühlen sie sich, als hätten sie beim Barbecue mit dem Metzger höchstpersönlich mitgeholfen.“
Der Hersteller sieht sich nun gezwungen, ein FAQ zur Beruhigung der verunsicherten Kundschaft zu veröffentlichen, mit Fragen wie: „Habe ich wirklich Fleisch gegessen?“ (Antwort: NEIN) oder „Darf ich das überhaupt?“ (Antwort: JA).
Der Geschmack von Schuld
Besonders irritiert sind Konsumenten, weil das Produkt nicht nur wie Fleisch schmeckt, sondern auch so aussieht und riecht. „Ich wollte ein Statement gegen die Massentierhaltung setzen“, sagt Fabian S. (32), der sich nach einem Bissen so schlecht fühlte, dass er spontan auf eine Schweinefarm fuhr, um sich mit jedem Tier zu versöhnen.
Hersteller kontert mit neuer Idee
Doch der Hersteller nimmt die Kritik sportlich. „Wir arbeiten bereits an einer neuen Version“, verspricht Sprecherin Anne Tofusch. „Die nächste Generation wird absichtlich schlechter schmecken – wie angebrannter Sellerie. Damit fühlen sich Veganer endlich wieder moralisch überlegen.“
In der Zwischenzeit plant die Firma, eine „Psychologische-Hotline-für-verwirrte-Veganer“ einzurichten. Erste Anrufer berichten, sie hätten nach dem Essen spontan Lust auf Jägermeister und Lederjacken bekommen – eine Entwicklung, die ebenfalls Anlass zur Sorge gibt.
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