Breaking News: „Ich weiss nicht, was ich tue“ – Willkommen im Arbeitsleben

Schweiz – Ein Schock für die Arbeitswelt! Immer mehr Berufspendler*innen gestehen endlich, was bislang in den Gängen der Grossraumbüros nur hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde: „Ich habe keine Ahnung, was ich hier tue.“ Der Rütli-Radar geht der Sache auf den Grund und stellt fest: Es ist viel schlimmer, als wir dachten.

SABTA: Die Kunst des sicheren Bluffens

In einer Welt, in der jede*r glaubt, alles zu wissen, gibt es eine geheime Gruppe von Menschen, die das Unmögliche meistern: Sie tun so, als hätten sie alles im Griff – obwohl sie wirklich keine Ahnung haben. Und wie? Mit der mächtigen Technik des SABTA: Sicheres Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit.

Das Prinzip von SABTA ist einfach: Gehe mit einer Selbstverständlichkeit und einem Blick in die Ferne, als hättest du den Plan des Jahrhunderts. Sprich in Fachjargon, den niemand versteht, und verschiebe wichtige Entscheidungen auf den nächsten Tag – und das alles, während du innerlich verzweifelst. Ein hochrangiger Manager aus Zürich verrät: „Ich habe jahrelang Meetings geleitet, ohne zu wissen, worüber die ganze Zeit gesprochen wird. Aber keiner hat es bemerkt, weil ich immer mit einem sehr ernsthaften Gesicht auf den Bildschirm gestarrt habe.“

Eine führende Architektin aus Zürich gesteht: „Ich habe neulich ein Gebäude entworfen, bei dem ich vergessen habe, wo die Treppen hinführen. Jetzt nennen wir es ‚offene Konzept‘, und alle sind begeistert.“

„Verwirrung ist ein perfektes Werkzeug“, fügt ein weiterer Insider hinzu. „Wenn du nicht gewinnen kannst, verwirre! Wenn du bei einem Gespräch merkst, dass du keine Ahnung hast, streue ein paar schwierige Fragen ein. Du wirst sehen, wie sich alle anderen auch unwohl fühlen und es darauf schieben, dass du etwas weisst.“

Impostor-Syndrom – oder eben nicht?

Vielleicht hast du schon vom Impostor-Syndrom gehört – dieser quälenden Überzeugung, dass man eigentlich gar nichts kann und jeden Moment enttarnt werden kann. Doch es gibt eine neue Bewegung, die die Arbeitswelt aufmischt. Denn während das Impostor-Syndrom die Angst nährt, entdeckt immer mehr Menschen das Gegenteil: Ich kann wirklich nichts.

„Ich bin wirklich schlecht in meinem Job, aber das weiss keiner“, gesteht eine junge Marketing-Managerin, die sich hinter einem wahren Rattenschwanz an SABTA-Techniken verbirgt. „Ich fühle mich wie ein Betrüger, aber was bringt es mir, das zuzugeben? Also nehme ich an jedem Meeting teil, tue so, als wüsste ich alles und rede über Dinge, die ich in der Theorie vielleicht mal gehört habe – aber niemand hat bisher nachgefragt.“

Die grosse Entblössung: Niemand weiss, was er tut

Und vielleicht ist genau das der wahre Grund, warum wir uns alle so unsicher fühlen: Wir sind umgeben von Menschen, die genauso wenig wissen wie wir – sie sind nur besser darin, es zu verstecken. Wenn die Chefs auf den fleissigen Mitarbeiter*innen aufbauen, tun sie das oft nicht, weil diese besonders kompetent sind, sondern weil diese besonders gut bluffen können. Und je sicherer wir uns geben, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir in die Rolle der Expertinnen gedrängt werden – auch wenn wir innerlich bereits die Notbremse ziehen.

„Ich stelle fest, dass die besten Mitarbeiter in meiner Firma diejenigen sind, die am wenigsten wissen, aber so tun, als wüssten sie alles“, sagt ein langjähriger Geschäftsführer. „Die wirklich guten, die es draufhaben, kommen nie zu Wort. Sie haben zu viel Angst, etwas Falsches zu sagen, also bleiben sie still und hoffen, dass niemand merkt, dass sie genauso ahnungslos sind wie der Rest von uns.“

Die Lösung: Aufhören, sich zu verstecken

Warum nicht einfach den Mut fassen, das Spiel zu verändern? Die Wahrheit ist: Wir wissen es alle nicht. Und das ist okay. Die Antwort auf die Frage, wie man im Arbeitsleben erfolgreich sein kann, ist nicht, alle Antworten zu haben, sondern das System zu umarmen, das darauf basiert, wie man sich selbst präsentiert. Und wenn du dabei mal keine Ahnung hast – perfekt. Dann greif zu SABTA und verwirre, bis keiner mehr weiss, was überhaupt die Frage war.

Denn wenn wir ehrlich sind: Wenn niemand weiss, was er tut, dann ist vielleicht die grösste Kunst einfach, nie zuzugeben, dass man es nicht weiss.

Jetzt für den Rütli-Radar-Newsletter anmelden und von regelmässigen brandheissen News in der E-Mail-Inbox profitieren! Wir spammen nicht, versprochen! (Zu gewinnen gibt es aber auch nichts.)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

×