Zürich – Eine neue Studie hat die schweizerische Bevölkerung in ihren mathematischen Grundfesten erschüttert: Laut einer Umfrage geben zwei Drittel der Schweizer an, Mühe mit Bruchrechnen zu haben. Der Rest – also satte drei Viertel – behauptet jedoch, keinerlei Schwierigkeiten zu haben.
„Die Ergebnisse sind klar“, sagt Professor R. Gansner von der Universität Zürich, während er verzweifelt auf seinen Taschenrechner hämmert. „Zwei Drittel sind mehr als drei Viertel. Oder weniger. Moment, ich muss kurz nachrechnen.“ Während er nervös seinen Notizblock vollkritzelt, betont er: „Es zeigt zumindest, dass Bruchrechnen in der Schweiz noch immer für reichlich Verwirrung sorgt – und zwar bei 110 Prozent der Befragten.“
Die Zahlen selbst werfen indes Fragen auf: Wie kann der Rest einer Gruppe grösser sein als das Ganze? Ein Teilnehmer der Studie, Hans-Peter Meier aus Zug, gibt zu, dass er die Umfrage spontan mit „Ja“ beantwortet habe – egal, was die Frage war. „Ich wollte einfach nicht dumm dastehen“, erklärt er. Seine Frau ergänzt: „Hans-Peter hat immer noch Albträume vom Bruchrechnen in der Primarschule.“
Auch im Bildungswesen läuten nun die Alarmglocken. „Das Bruchrechnen ist viel zu kompliziert“, beklagt sich Bildungsministerin Ursula Habermacher. „Wir sollten es lieber abschaffen und stattdessen nur noch durch 10 teilen. Das funktioniert überall – ausser vielleicht bei 7.“
Die Bevölkerung nimmt es gelassen. Ein Drittel der Schweizer hat beschlossen, Brüche künftig nur noch als „ungefähr“ zu beschreiben. „Wieviel ein Viertel von etwas ist, weiss man doch eh nie genau“, lacht Käseproduzent Marco, während er sein „fast halb“ volles Raclette-Pfännli schwenkt. „Hauptsache, der Käse ist ganz.“
Experten raten nun, alle mathematischen Probleme auf einfachem Wege zu lösen: Mit Taschenrechner, Tabellen oder zur Not durch die berühmte Schweizer Präzision: „Man teilt es halt irgendwie gerecht – und wenn’s nicht klappt, verdoppelt man einfach die Portion.“
Eins steht fest: Die Schweiz mag Brüche nicht. Am Ende bleiben sie doch lieber einfach ganz.
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