Tokio – Das renommierte Schweizer Satiremagazin Rütli-Radar.ch, bekannt für seine gnadenlosen Berichte über die Schweizer Kultur, Margaritas und vor allem Zeppeline, wagt den Schritt in die grosse weite Welt: Eine neue Zentrale wird in der pulsierenden Metropole Tokio eröffnet! Ziel: „Am Nerv der Region bleiben und die unverwechselbare Schweizer Satire ins Herz des asiatischen Humors zu katapultieren“, heisst es in der aktuellen und eilig nach dem Leak veröffentlichten Pressemitteilung. Natürlich auf Japanisch – mit Google Translate.
Warum Tokio?
Die Entscheidung, in Tokio einen neuen Standort zu eröffnen, sei laut der Co-Chefredaktion aus Luzern „eigentlich eine Laune der Natur“ gewesen. Man habe festgestellt, dass in Japan „unglaublich viele Menschen leben“ und daher „mit Sicherheit ein paar darunter sind, die gerne Schweizer Satire lesen“. Zudem brauche man „frischen Input aus dem Land der aufgehenden Sonne“.
Weitere Standorte: Sansibar, New York, Paris und London
Aber damit nicht genug! Tokio ist nur der erste Schritt einer globalen Eroberung. „Wir dachten uns: Wenn wir schon so tun, als ob die ganze Welt auf unsere Artikel wartet, dann können wir das auch gleich richtig machen“, so die Co-Chefredaktion. Weitere Standorte in New York, Paris und London sollen folgen. Eine geheime Stadt in Sansibar wurde ebenfalls als künftiger Hotspot für die Schweizer Satire auserkoren – genaue Standortdetails fehlen bislang, aber Gerüchte besagen, es handle sich um einen ehemaligen Fischmarkt.
Die Co-Chefredaktion dazu: „Sansibar ist auf der Weltkarte leicht zu übersehen, aber wer sind wir, dass wir uns von etwas so Banalem wie Geografie stoppen lassen?“

Schlafkapseln für die Mitarbeiter
Der neue Standort in Tokio setzt zudem neue Massstäbe für Mitarbeitendenbetreuung: Um die Produktivität auf einem Höchststand zu halten, werden den Angestellten dort Schlafkapseln zur Verfügung gestellt. „Die Idee ist revolutionär“, so die Co-Chefredaktion weiter. „Zwischen zwei bissigen Artikeln über die Schweizer Seilbahnindustrie können sich die zahlreichen Mitarbeitenden in eine dieser Kapseln legen, 15 Minuten Augendeckelpflege betreiben und dann direkt weitermachen. Nichts gibt mehr Energie als ein Powernap unter Neonlichtern und sanftem Druck von acht weiteren Kollegen in der Kapsel nebenan.“
Mit einem breiten Lächeln fügt er hinzu: „Schlaf ist überbewertet – aber auch Satiriker sind Menschen. Angeblich.“
Freudentaumel im Team
Die bislang 264 Mitarbeitenden des Rütli-Radar zeigen sich begeistert. „Endlich Tokio! Ich wollte schon immer Sushi essen, das nicht aus dem Supermarkt kommt!“, so die stellvertretende Chefredakteurin. „Und Sansibar klingt auch super, solange wir Internet haben. Aber ich muss ehrlich sagen, die Schlafkapseln sind der eigentliche Star des neuen Büros. Mehr Artikel, weniger Schlaf – wer kann dazu schon Nein sagen?“
Sogar die Praktikanten scheinen glücklich: „In Tokio ist der Kaffee bestimmt noch stärker als bei uns!“, sagt der 21-jährige Joel, während er seine mittlerweile vierte Mate-Dose des Tages öffnet.
Fazit
Das Qualitätsmagazin Rütli-Radar.ch setzt nicht nur neue Akzente in der internationalen Medienlandschaft, sondern beweist einmal mehr, dass Schweizer Satire keine Grenzen kennt – ausser vielleicht die der Wachheit der eigenen Redakteure. Aber mit Schlafkapseln und Filialen von Tokio bis Sansibar wird dieses Problem bald der Vergangenheit angehören.
Bleibt nur noch die Frage: Wohin geht die Reise als nächstes? Eine Mars-Station ist derzeit wohl noch Zukunftsmusik, aber die Co-Chefredaktion schliesst es nicht aus: „Wer weiss, vielleicht brauchen die Marsianer auch eine gehörige Portion Schweizer Humor. An der Schwerkraft soll es jedenfalls nicht scheitern!“
Jetzt für den Rütli-Radar-Newsletter anmelden und von regelmässigen brandheissen News in der E-Mail-Inbox profitieren! Wir spammen nicht, versprochen! (Zu gewinnen gibt es aber auch nichts.)
