Aarau – In einer unerwarteten Wendung der Ereignisse erklärte sich der FC Aarau bereits nach dem gestrigen 1:0-Sieg über den FC Luzern in der ersten Cup-Runde zum offiziellen Schweizer Cupsieger 2024. Die Verantwortlichen des Vereins liessen verlauten, dass dieser Erfolg «überhaupt keinen weiteren Wettbewerb mehr notwendig» mache und es nun an der Zeit sei, den Pokal «direkt in die Aargauer Vitrine» zu überführen.
«Mission erfüllt!»
„Wir wussten nach diesem Spiel, dass wir die Cup-Glorie erreicht haben“, erklärte Aaraus Trainer, sichtlich euphorisch, auf der anschliessenden Pressekonferenz. „Luzern ist ein ernstzunehmender Gegner. Wenn wir sie schlagen können, wieso sollten wir uns weiter mit lästigen Halbfinals oder einem eventuellen Finale herumschlagen? Das wäre ja völlig überflüssig. Der Rest des Turniers ist reine Formsache.“
Die Entscheidung, den Cup schon jetzt für beendet zu erklären, sei im Sinne der Fairness getroffen worden. „Warum sollten wir andere Vereine demütigen?“, so der Trainer weiter. „Es ist nur gerecht, wenn die Besten den Weg für die anderen frei machen. Wir wollen ja niemanden unnötig demotivieren.“
«Die anderen Vereine können sich das Benzin sparen»
Auch Aaraus Präsident zeigte sich erleichtert. „Die Reisen zu den weiteren Spielen wären teuer geworden, und ehrlich gesagt haben wir keine Lust, uns weiterhin mit Regen und Kälte auseinanderzusetzen. Wieso sollten wir das tun, wenn wir schon klar als Sieger feststehen? Wir wollen verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen.“
Die restlichen Vereine des Wettbewerbs wurden in einer freundlichen E-Mail gebeten, ihre Teilnahme am Cup freiwillig zu beenden, um „eine unnötige Verlängerung des Offensichtlichen“ zu verhindern. „Das spart Zeit, Geld und Nerven – für alle!“, hieß es im offiziellen Schreiben des FC Aarau. „Die Liga kann sich auf uns verlassen. Der Cup ist abgehakt, jetzt kann sich jeder auf die Meisterschaft konzentrieren.“

Luzern gibt sich geschlagen
Aus Luzern kamen überraschend zustimmende Reaktionen. „Wenn Aarau sich so sicher ist, dann haben wir wohl nichts entgegenzusetzen“, meinte der Luzerner Trainer schulterzuckend. „Das war vielleicht nur ein Spiel, aber Aarau scheint einfach das gewisse Etwas zu haben. Ich hoffe nur, dass sie uns nächstes Jahr auch den Super-League-Titel gönnen.“
Jubel auf den Strassen Aaraus
Während die Fussballschweiz die neuen Entwicklungen mit einer Mischung aus Verwunderung und Fassungslosigkeit zur Kenntnis nimmt, sind die Fans in Aarau bereits im Feiermodus. «Wir haben den Cup nach Hause geholt!», sangen Hunderte euphorisierte Anhänger auf den Strassen. Inoffizielle Merchandising-Stände verkaufen bereits Schals mit der Aufschrift „Cupsieger 2024 – Warum noch weiterspielen?“.
Aarau plant für das kommende Wochenende eine „inoffizielle“ Siegesparade, bei der der Pokal – der natürlich noch nicht physisch überreicht wurde – symbolisch auf einem Traktor durch die Stadt gefahren werden soll. Auf die Frage, ob es rechtliche Konsequenzen für diesen eigenmächtigen Titelanspruch geben könnte, antwortete ein Vertreter des Schweizerischen Fussballverbands (SFV): „Wir sind verwirrt. Aber wenn Aarau das so sieht, dann… Glückwunsch, schätze ich?“
Es bleibt abzuwarten, ob der FC Aarau auch in der Challenge League ähnliche Entscheidungen trifft. Experten erwarten jedoch, dass man in Aarau nach dem nächsten Liga-Sieg über den FC Vaduz (20.09.2024, 20:15 Uhr) den Meistertitel ebenfalls als erledigt betrachtet. „Warum nicht?“, so ein sichtlich entspannter Aarauer Fan. „Wenn’s läuft, dann läuft’s.“
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