Luzern – Endlich gibt es Licht am Ende des Stau-Tunnels: Der berüchtigte Kreisel am Bundesplatz, bekannt und gefürchtet als Luzerns inoffizieller Prüfstein für Fahrkünste, wird nun auf ein neues Level gehoben – und zwar gleich dreispurig. Ja, Sie haben richtig gelesen! Nach monatelangen Studien, die ausschliesslich von Verkehrsplanern im Blindflug durchgeführt wurden, ist die Stadtverwaltung überzeugt: Drei Spuren sind das Geheimrezept, um das Verkehrschaos endlich in den Griff zu bekommen.
Die Idee? Ein Geniestreich!
„Wir wollen sowohl Autofahrern als auch Velofahrern das Leben einfacher machen“, verkündet Stadträtin Eveline Ottiger mit breitem Lächeln vor den Kameras. „Und was könnte einfacher sein, als in einem (teilweise) doppelten Kreisverkehr, auf drei Spuren gleichzeitig, die richtige Ausfahrt zu finden?“ Ein Applaus brandet im Saal auf, während sich die Verkehrsministerin genüsslich im Kreis dreht, um die Wirksamkeit der neuen Regelung zu demonstrieren.
Stolz zeigt sie auf die dazugehörige Übersichtskarte des neuen Kreiselsystems, das – wir können es nicht anders sagen – dem Londoner U-Bahn-Netz Konkurrenz macht. Unzählige Pfeile, Linien und mysteriöse Symbole führen ins Zentrum des Kreisels und dann… nirgendwo hin. „Ein bisschen wie ein Escher-Gemälde“, sagt Schwurbel verschmitzt, „aber mit Autos!“
Kreisel-Olymp: Wer kommt, der kreiselt
Autofahrer aus der ganzen Region haben die Nachricht freudig aufgenommen. „Ich hab schon immer gedacht, dass das mit den zwei Spuren zu einfach war“, freut sich der passionierte Kreisel-Fan Urs „der Looping“ Lustenberger. „Jetzt kann man sich endlich so richtig austoben. Wenn man es geschickt anstellt, kann man den Kreisel praktisch ewig fahren – ein bisschen wie ein Karussell, nur eben mit Klimaanlage.“
Auch die Luzerner Velofahrer sind begeistert. Die Stadt hat ihnen nämlich versprochen, dass sie durch die dreispurige Konstruktion „mehr Platz“ bekommen. „Man muss sich nur trauen“, erklärt der 24-jährige Veloenthusiast Tim „Bahnfreier“ Müller, der sich jetzt schon darauf freut, seine Sprungkraft zu trainieren. „Ich sehe das eher als Geschicklichkeitsparcours. Das schärft die Reflexe. Und mit der richtigen Schutzkleidung wird’s fast wie ein Extremsport.“

Chaos? Nein, alles durchdacht!
Verkehrspsychologen sehen das neue Kreisel-Design als eine bahnbrechende Methode, um die Konzentration der Fahrer zu fördern. „Wer hier fährt, darf sich einfach keinen Fehler leisten. Das fordert die grauen Zellen und sorgt langfristig für eine bessere mentale Fitness“, lobt Dr. Helga Hektik, Spezialistin für kreiselinduzierte Nervenzusammenbrüche.
Auch die Stadtregierung ist von ihrem Masterplan überzeugt. „Die Leute werden schon lernen, damit umzugehen. In Luzern sind wir schliesslich erfinderisch! Wenn jemand die dreispurige Kreiselkunst meistert, dann wir“, sagt Schwurbel optimistisch. „Und falls nicht, denken wir darüber nach, eine vierte Spur zu eröffnen – für den Fall, dass es doch mal eng wird.“
Ende der Staus in Sicht
Luzern setzt also einmal mehr auf innovative Verkehrsplanung und verspricht sich nicht weniger als die totale Entlastung des Stadtzentrums. Und für alle, die jetzt schon mit Sorgenfalten an die Einführung der dreispurigen Kreiselversion denken: Keine Sorge! Es ist nur der erste Schritt eines noch grösseren Projekts. Gerüchten zufolge plant die Stadt bereits den Bau des weltweit ersten 5D-Kreisels. Wer dort hineinfährt, kommt – irgendwann, irgendwo – auch wieder heraus.
Bis dahin heisst es aber: Gut festhalten und ordentlich kreiseln! Denn eines ist sicher – am Bundesplatz geht’s jetzt erst richtig rund.
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