Solothurn – Ein Kanton, den niemand will und der ohnehin niemandem nützt, soll endlich aufgeteilt werden. Diese bahnbrechende Entscheidung wurde getroffen, nachdem eine Studie ergab, dass der Kanton Solothurn nicht nur finanziell unrentabel ist, sondern auch einfach niemand freiwillig dorthin zieht. Der Kanton wird nun gnadenlos zwischen Basel, Aargau und Bern aufgeteilt. Ein historischer Schritt, der eigentlich schon längst überfällig war.
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe – oder zumindest wie ein Frauenfurz auf einem verregneten Jahrmarkt in Grenchen: Der Kanton Solothurn, das traurige Bindeglied zwischen Aargau, Bern und Basel, wird endlich zerschlagen. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem niemand anderes als der Kanton selbst einräumte, dass es sich nicht länger lohnt, als eigenständiger Kanton zu existieren.
„Warum hat uns das nicht schon früher jemand gesagt?“ wunderten sich die Solothurner, nachdem sie erfahren hatten, dass sie demnächst von ihren Nachbarn regiert werden. Regina Schneider (54) aus Oensingen bringt es auf den Punkt: „Also, ehrlich gesagt, war es mir schon immer egal, ob ich jetzt in Solothurn, Basel, Aargau oder Bern lebe. Solange ich nicht im Kanton Schwyz lande, ist alles gut.“
Die Aufteilung – Geopolitische Delikatesse
Die Aufteilung erfolgt nach einem simplen Prinzip: Die nördlichen Teile werden an Basel übergeben, die östlichen an den Kanton Aargau, und Bern bekommt den Rest. Damit endet eine jahrhundertealte Ära der geografischen Verwirrung und des wirtschaftlichen Dahinsiechens. Der Kanton Aargau hat bereits angekündigt, die Solothurner Tradition des „Schnittersonntags“ als ihren eigenen zu verkaufen, um zumindest ein wenig kulturelle Vielfalt vorzutäuschen. Basel hingegen freut sich auf einen neuen Lieferanten für „Buure-Schüblig“ und „Leberli“.
Also, ehrlich gesagt, war es mir schon immer egal, ob ich jetzt in Solothurn, Basel, Aargau oder Bern lebe.
Regina Schneider (54), Oensingen
„Wir haben Solothurn immer als unser etwas weniger glanzvolles Anhängsel betrachtet. Jetzt, da wir diese Region übernehmen, können wir endlich beginnen, alles auf Basler Niveau zu bringen – also eine Kunstszene, die zwar keiner versteht, aber jeder cool findet“, erklärte ein euphorischer Basler Politiker, der nicht beim Namen genannt werden möchte.
Bern hingegen, bekannt für seine Langsamkeit, hat noch keine Stellungnahme abgegeben. Es wird vermutet, dass die Kantonsregierung die Situation noch abwägt. Gerüchte besagen jedoch, dass Bern plant, die Solothurner Altstadt als „zusätzliche Berner Altstadt“ zu deklarieren – man könne nie genug UNESCO-Welterbe haben, so die Argumentation.

Warum Solothurn einfach keiner will
Die Gründe für die Zerschlagung Solothurns sind vielfältig und bestechend logisch. „Es gibt nichts, was Solothurn hat, was die anderen Kantone nicht auch schon haben, nur in besser“, erklärte Hitsch Aeschbacher, Amtsleiter des Eidgenössischen Amtes für Traditionelle Freizeitaktivitäten und Alpengemütlichkeit (EATFA) . Die Frage, warum sich überhaupt noch jemand nach Solothurn verirrt, ist seit Jahren unbeantwortet. Historisch wurde der Kanton vor allem dafür bekannt, der Ort zu sein, durch den man hindurchfährt, um von einem wirklich interessanten Ort zum nächsten zu gelangen.
„Es ist wirklich nur noch eine Belastung“, gibt ein hoher Beamter des Bundes zu. „Wir haben uns das lange genug angeschaut und mussten feststellen, dass es finanziell einfach keinen Sinn mehr ergibt. Das einzig Gute an Solothurn sind die Grenzsteine, die wir nach der Aufteilung immerhin weiterverwenden können.“
Die Zukunft ist jetzt – oder auch nicht
Mit der Auflösung Solothurns verlieren wir zwar einen Kanton, aber gewinnen dafür eine Menge Klarheit. Die Einwohner von Solothurn dürfen sich jetzt entscheiden, ob sie Basler, Aargauer oder Berner werden möchten – oder ob sie das Glück haben, endlich aus der Schweiz auszuwandern. Ein Wegzug in benachbarte Kantone könnte allerdings auch die Erkenntnis bringen, dass das Leben außerhalb Solothurns gar nicht so anders ist: Eine Pendlerhölle bleibt eine Pendlerhölle, auch wenn man plötzlich statt „SO“ nun „AG“, „BE“ oder „BS“ auf dem Nummernschild stehen hat.
Eines ist klar: Die Schweiz wird sich mit dem Verlust des Kantons Solothurn abfinden müssen – und das wird sie wahrscheinlich auch ziemlich gut schaffen.
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Endlich ist es so weit!