April, April? Nicht mehr nur für einen Tag. In einer konsequenten Entwicklung haben die USA, Ungarn, Russland und Nordkorea beschlossen, den 1. April zum permanenten Staatsfeiertag zu machen. «Warum sich auf 24 Stunden beschränken, wenn man das Prinzip eines ganzen Tages auf ein ganzes Jahr ausweiten kann?», hiess es aus Regierungskreisen.
USA: Die Realität bleibt optional
In den Vereinigten Staaten wird die Einführung des ewigen 1. Aprils als logische Konsequenz gefeiert. Offizielle Mitteilungen versichern, dass die Inflation besiegt sei, das Gesundheitswesen tadellos funktioniere und sämtliche internationalen Probleme durch „beispiellose Führungsstärke“ gelöst wurden. Experten fragen sich, ob es überhaupt noch einen Unterschied zu vorher gibt.
Ungarn: Demokratie nach Tagesform
In Ungarn wird der 1. April als Chance begriffen, Politik und Wirklichkeit noch enger aneinander anzupassen. «Wir haben eine lebendige Demokratie – aber wer das überprüfen will, sollte sich gut überlegen, wie laut er fragt», liess Premierminister Orbán verlauten. Oppositionsparteien feierten den Beschluss mit stiller Zustimmung – da eine hörbare Protestnote nachweislich nicht zielführend ist.
Russland: Die Berichte stimmen – wirklich!
In Russland versichert der Kreml, dass sich für die Bevölkerung nichts ändere. Die Wirtschaft boome, Wahlen verliefen fair und freie Medien würden unterstützt – selbstverständlich alles nach offiziellen Angaben. Wer anderer Meinung ist, darf diese behalten – für sich.
Nordkorea: Alles wie immer
Nordkorea hat sich ebenfalls nahtlos eingefügt. Staatsmedien melden, Kim Jong-un habe die Erdrotation verlangsamt, um den 1. April wirklich auszudehnen. Internationale Berichte über Hungersnöte oder Repressionen werden als besonders schlechter Scherz zurückgewiesen.
Fazit: Ein Tag ohne Ende
Während andere Länder weiter an Kalendern mit zwölf Monaten und gelegentlichen Fakten festhalten, setzen die USA, Ungarn, Russland und Nordkorea auf eine alternative Zeitrechnung. Skeptiker warnen, dass eine Gesellschaft, in der nichts mehr ernst gemeint ist, irgendwann ins Wanken gerät. Die Verantwortlichen winken ab: «Das glauben wir erst, wenn wir es im Fernsehen sehen.»
P.S. Aus Saudi Arabien gibt es nichts zu melden diesbezüglich.
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