ZÜRICH – ‚Der Markt regelt das‘ – wer kennt und liebt diese Aussage nicht. Bereits heute regelt ‚der Markt‘ unter anderem unsere Gesundheitsversicherungskosten und unseren Wohnungsmarkt. Beides funktioniert hervorragend! Daher hat der Verband für absolute Marktliberalisierung der Schweiz (VAMLS) angekündigt, dass der freie Markt ab 2025 alle gesellschaftlichen und öffentlichen Aufgaben übernimmt. Folgendes wird der Markt in Zukunft automatisch regeln:
- Krankheitsversorgung: Behandlungskosten werden nach Börsenwert der Erkrankung berechnet. Erkältung: günstig. Krebs: Premiumtarif.
- Kindergartenplätze: Wartelisten werden durch eine wöchentliche Auktion ersetzt. Höchstbietende Eltern erhalten Platzgarantie.
- Schneeräumung: Strassenschneeräumung im Winter erfolgt je nach Nachfrage – mit Express-Option für gut betuchte Skigebiete.
- Pensionsalter: Altersrente beginnt dynamisch, je nach Aktienindex des persönlichen Rentenfonds. Bei Kursverlusten wird das Pensionsalter angepasst.
- Staatsbürgerschaft: Schweizer Pass wird an Meistbietende vergeben, Auktionspreis variiert nach Nationalität.
- Mietpreise: Mietobergrenzen entfallen, stattdessen werden Wohnungen wöchentlich neu bewertet und der Preis angepasst.
- Notrufe: Priorisierung der Notrufe je nach monatlichem Gesundheitsversicherungsbeitrag. Basisabdeckung bedeutet Wartezeit.
- Parks und Naturgebiete: Zugänglichkeit nur noch für zahlende Mitglieder, mit monatlichem Abo und „Luxus-Wanderroute“-Option.
- Wettervorhersage: Wetterdienste passen sich der regionalen Kaufkraft an. Mehr Sonnenstunden in einkommensstarken Kantonen.
- Zugverspätungen: Verspätungen werden als „flexible Ankunftszeiten“ deklariert und können per Zusatzgebühr minimiert werden.
Diese Massnahmen sollen die Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Schweiz steigern. Der Markt wird – wie immer – alles regeln.
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